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Weinstein im Wein

Weinstein bzw. Weinkristall ist die Allgemeinbezeichnung für die chemische Substanz Kaliumhydrogentartrat. Weinstein bzw. Weinkristalle entstehen aufgrund von Temperaturschwankungen.  Weinstein ist in Wasser und Alkohol nur schwer löslich und setzt sich an Fasswänden von Holzfässern und am Grund oder am Korken von Weinflaschen ab. Weinstein hat für Menschen keine schädlichen Auswirkungen; er fühlt sich im Mund wie scharfkantiger Sand an und schmeckt säuerlich.

Hinsichtlich des Vorhandenseins von Weinstein im Wein gibt es zwei grundsätzliche Meinungsrichtungen:

  • Sachlich neutrale Einschätzung: Das Vorhandensein von Weinstein ist weder ein Fehler des Weines noch ein Qualitätsmerkmal. Es ist lediglich ein Hinweis darauf, dass beim Weinausbau der Wein nicht oder nur unzureichend chemisch oder physikalisch stabilisiert wurde.
  • Subjektiv positive Einschätzung: Weinkristalle am Flaschenboden sind ein Zeichen von hoher Weinqualität. Sie entstehen bei Temperaturschwankungen durch die natürliche Verbindung von Weinsäure und Mineralien. Weinkenner schätzen diese Erscheinung als Merkmal besonderer Qualität und Rasse; er zeigt an, daß der Wein vollständig sei.

Ich selbst sehe es eher pragmatisch; in nunmehr einigen Jahrzehnten Weingenuss ist mir noch kein Wein untergekommen, den ich aufgrund des Vorhandenseins von Weinstein als minderwertig empfunden habe. Im Übrigen gilt: vorsichtiges Ausschenken des Weines bzw. vorheriges Karaffieren des Weines führt dazu, daß kein Weinstein in das Weinglas gelangt.

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